Ho-ho-hoffentlich gesunde Weihnachten!
Kerzenschein, gutes Essen, Besuch – die Feiertage sind für uns wunderbar. Für die Gesundheit unserer Hunde und Katzen aber lauern ein paar echte Festtags-Fallen. Kein Problem: Mit ein bisschen Aufmerksamkeit und guter Vorbereitung kommt dein Tier entspannt und gesund durch diese besondere Zeit.
Gefährliche Leckereien
Bratenreste, Kekse, Schokolade oder fettige Soßen – was für uns lecker ist, kann für Tiere schnell problematisch werden. Typische Folgen sind Durchfall, Erbrechen oder sogar eine handfeste Bauchspeicheldrüsenreizung. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu ernsthaften Vergiftungen kommen – Stichwort: Schokolade und Macadamia-Nüsse.

Deswegen:
- Essensreste vom Tisch nur gut dosiert. Wer sonst nichts vom Tisch gibt, sollte das auch über Weihnachten nicht anfangen. Bei mir zu Hause freuen sich meine Hunde nach dem Essen über ein wenig Kartoffel mit Soße, ein Stück Gemüse oder auch ein Stückchen Fleisch. Und das nicht nur zur Weihnachtszeit!
- Leckerlis in kleinen Mengen und möglichst nur die gewohnten. Es ist ja inzwischen vielfach Sitte, dass Besucher Goodies für Mietz und Mops mitbringen. Auch hier gilt: Vor allem Ungewohntes nur in kleinen Portionen geben.
- Schokolade ist giftig für Hunde und Katzen. Im Prinzip keine neue Info, aber es gibt immer noch Menschen, die denken, dass ihrem Vierbeiner nach dem Schoko-Genuss nur schlecht wird. Falsch: Es drohen ernsthafte Organschäden.
Dein Tier hat Schokolade erwischt? Mit diesem Schokoladenrechner findest du heraus, ob die Menge schon gefährlich ist. - Gefährlich sind auch Zuckeraustauschstoffe, insbesondere Xylit. Deswegen: Süßigkeiten und Gebäck sind für Hunde und Katzen absolut tabu.
Deko & Geschenke: Wenn Weihnachten zum Risiko wird
Geschenkband und Präsenttüten, Kerzen, Duftöle oder Weihnachtssterne sehen hübsch aus – sind aber schnell verschluckt oder giftig.
Achte besonders auf:
- Offene Kerzen (Brand- und Stressgefahr)
- Geschenkverpackungen in Bodennähe
- Für Katzen können Geschenkbänder gefährlich sein, deswegen nicht unbeaufsichtigt damit spielen lassen
- Christbaumschmuck ist leicht zerbrechlich und die Scherben können fies in die Pfoten schneiden
- Giftige Pflanzen wie Weihnachtsstern oder Amaryllis
Stress statt Stille: Wenn Besuch und Trubel belasten

Veränderte Tagesabläufe, viele Menschen, laute Gespräche – nicht jedes Tier liebt Geselligkeit. Stress zeigt sich oft subtil: Manche Tiere ziehen sich zurück, anderen zeigen deutliche Unruhe. Starker Stress zeigt sich durch vermehrtes Hecheln oder Magen-Darm-Probleme.
Was hilft:
- Feste Rückzugsorte schaffen
- Spaziergänge und Fütterungszeiten möglichst konstant halten
- Ruhepausen bewusst einplanen und einhalten
Verdauung im Blick behalten
Feiertage sind Hochsaison für Durchfall & Blähungen – gerade bei sensiblen Tieren. Kleine Futterabweichungen reichen oft schon aus. Bei empfindlichen Hunden und Katzen ist es besonders wichtig, das gewohntes Futter beizubehalten. Ganz wichtig ist deswegen auch der rechtzeitige Einkauf vor Beginn der Feiertage. Du weißt ja: Vorbeugen ist besser als den Boden zu wischen.
Bewegung & Beschäftigung nicht vergessen

Auch wenn es kalt, nass oder gemütlich ist: Bewegung hilft Stress abzubauen und unterstützt Stoffwechsel und Verdauung. Unter dem selbstverschuldeten Weihnachtsstress darf das tägliche Fitnessprogramm nicht ausfallen. Spaziergänge sind für unsere Hunde genauso wichtig, wie an „normalen“ Tagen. Bei usseligem Wetter empfehle ich ruhige Suchspiele drinnen. Kleine Trainingseinheiten können ebenso wetterabhängig drinnen oder draußen stattfinden.
Fazit: Gesunde Weihnachten sind planbar
Mit klaren Regeln, etwas Vorbereitung und einem Blick für die Bedürfnisse deines Tieres lassen sich viele typische Festtagsprobleme vermeiden. Dein Tier dankt es dir mit Ruhe, guter Verdauung und mehr Gelassenheit – und genau darum geht es doch an den Feiertagen.
Tipp zum Schluss: Wenn dein Tier generell sensibel auf Stress oder Futterwechsel reagiert, lohnt es sich, schon vor den Feiertagen unterstützend zu begleiten – nicht erst danach.
